Diese kleinen Nager zählen zur Familie der Bilche und haben eine Rumpflänge von 10 bis 17cm, der nur am Ende buschige Schwanz kann bis zu 12cm lang sein. Die Oberseite ist graubraun gefärbt, das Gesicht zeigt eine schwarze Maske. Als Lebensraum werden gebüschreiche Landschaften, Mischwälder und Obstgärten bevorzugt. Gartenschläfer sind manchmal auch in Siedlungsnähe anzutreffen. Sie sind fast ausschließlich nachtaktiv. Den Tag verbringen sie meist in Baumhöhlen oder auch gerne in Nistkästen. Verbreitet sind sie hauptsächlich in Mittel- und Süddeutschland.

Die Paarungszeit findet vorrangig von Mai bis Juli statt, die Tragzeit beträgt 21–23 Tage. Die Jungtiere (2-8 pro Wurf) werden blind und nackt geboren und sind mit etwa 40 Tagen selbstständig. Gartenschläfer sind Allesfresser und ernähren sich überwiegend von tierischer Nahrung wie Insekten, Schnecken, Eidechsen, Kleinsäugern. Gelegentlich plündern sie auch Vogelnester. Der pflanzliche Nahrungsanteil besteht aus Früchten, Samen und Knospen. Vor dem Winterschlaf (welcher sich von Oktober bis April erstrecken kann) fressen sich die Tiere eine Fettschicht an, welche wärmt und als Energiereserve dient.

Auf Grund von Lebensraumschwund (durch z.B. Anbau von Nadelholz in Monokultur) ist ein mittlerweile deutlicher Bestandsrückgang feststellbar. Aber auch Prädation (u.a. durch Hauskatzen) und die Aufnahme von Giftködern gegen Ratten oder Mäuse werden Gartenschläfern zum Verhängnis. Der Gartenschläfer ist in Deutschland als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft.

Weitere Informationen über geschützte Arten finden Sie in unsrem Lernheft Naturschutz